Pioniere in Ingolstadt 

nach Marieluise Fleißer

Pioniere in Ingolstadt hieß das Stück, durch das Fleißers Beziehung zu Brecht zerrüttet wurde. Thema ist der Einmarsch der Küstriner Pioniere in Ingolstadt und deren Begegnungen mit den Frauen der Stadt. Die Inszenierung wurde auf zwei Figuren begrenzt, die nicht zueinander finden. Mit einem großen Zaun aus Stahl wird ein wirkungsvolles Bild gefunden. Die Figuren unterhalten sich durch das Gitter. Auf diesem jagen sie einander, sie halten sich daran fest und den anderen fern. Szenen des Miteinanders sind von Konflikten bestimmt. So wie am Anfang: Berta und Korl tanzen zu Musik, die aus einem Keyboard dudelt. Berta will, dass die Melodie schnell abgespielt wird, Korl will es langsam. Knopf an, Knopf aus. Schnell, langsam, schnell, langsam, schnell. Keine Einigung, kein Verständnis.


REGIE Simon Hastreiter  MIT Pauline Gloger, Annalena Hearing KOSTÜM Cynthia Krüger, Flora Lottner, Antonia Karnetzky BÜHNE Jakob Boeckh DRAMATURGIE Hannah Mey